Angularis-Syndrom
Das Angularis-Syndrom (lat. angular = winkelig) ist ein Komplex neurologischer Symptome, der durch den Ausfall der Funktion des Gyrus angularis der sprachdominanten (zumeist der linken) Gehirnhälfte entsteht. Es besteht aus den Symptomen
(amnestische) Aphasie (Sprachstörung)
Alexie (das völlige Unvermögen zu lesen)
Agraphie (Unfähigkeit, Wörter und Texte zu schreiben)
Akalkulie (Unfähigkeit zum Umgang mit Zahlen)
Man nennt es auch oft das Gerstmann-Syndrom, weil es von Josef Gerstmann im Jahre 1924 beschrieben und setzt sich aus Alexie, Agraphie, Akalkulie, Rechts-Links-Schwäche und Fingeragnosie (ohne Aphasie) zusammen. In der Neurologie ist die Verwendung beider Begriffe schwammig, da sie in ihrer reinen Form sehr selten vorkommen und die verschiedenen Symptome statt dessen in den verschiedensten Kombinationen auftreten.
Syndrome
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