Trauma

Als Trauma (Plural: Traumata, Traumen) oder Psychotrauma bezeichnet man in der Psychologie eine von außen einwirkende Verletzung der Psyche. Eine traumatisierende Verletzung kann an sich sowohl körperlicher wie auch seelischer Natur sein, zu einer psychischen Traumatisierung kommt es jedoch in beiden Fällen erst dann, wenn das Ereignis die psychischen Belastungsgrenzen des Individuums übersteigt und nicht adäquat verarbeitet werden kann. Beispiele für Erlebnisse, die Traumata auslösen können, sind Gewalt, Krieg, Folter, Vergewaltigung, sexueller Missbrauch, körperliche und seelische Misshandlung, aber auch Unfälle, Katastrophen oder Krankheiten. Auch emotionale Vernachlässigung, Verwahrlosung, soziale Ausgrenzung oder Mobbing können zu einer Traumatisierung führen. Mitunter kann auch die bloße Zeugenschaft eines solchen Ereignisses traumatisierende Wirkungen auf den Beobachtenden entfalten.

Ein psychisches Trauma hat oft schwerwiegende Folgen für die Traumatisierten, die von Leid- und Angstgefühlen bis hin zu schwerwiegenden psychischen Störungen reichen. In der medizinischen Diagnose unterscheidet man zwischen akuten Belastungsreaktionen, die unmittelbar auf das belastende Ereignis folgen und kurzfristig andauern, und posttraumatischen Belastungsstörungen, die erst mit größerem zeitlichen Abstand eintreten und oftmals chronische Formen annehmen. Hier ist oft das Erleben von bestimmten Schlüsselreizen, welche die Erinnerung an das zurückliegende Trauma erneut wachrufen („Trigger“), ein wichtiger Auslöser psychischer Krisen. Im Zusammenhang von Mehrfachtraumatisierungen oder länger andauernden traumatischen Situationen spricht man auch von der komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung.

Die wissenschaftliche Untersuchung der Wirkungen und Therapiemöglichkeiten von Traumata ist unter anderem eine Aufgabe der Psychotraumatologie. Der Umgang mit Traumatisierungsphänomenen nimmt jedoch in jeder Therapierichtung innerhalb der Psychologie eine zentrale Stellung ein, insbesondere in der Psychoanalyse, welche die unbewussten Wirkungen von Traumatisierungen untersucht und zu behandeln versucht.

Traumatische Situationen

Ein Trauma kann ebenso durch den Verlust, das (plötzliche) Verlassenwerden von einer wichtigen Bezugsperson, einem geliebten Menschen, ausgelöst werden. Nicht selten ist die Folge davon das Vermeiden von Nähe innerhalb von Beziehungen, da man große Angst empfindet, auch diese Person wieder zu verlieren. Kommt es nach einem Verlust zu einem erneuten Verlust einer wichtigen Bezugsperson, wird meist das erste Verlassenheitstrauma reaktiviert und man spricht von einer Retraumatisierung. Als in den siebziger und achtziger Jahren Kleinkinder in den Krankenhäusern nicht von ihren Eltern besucht werden durften, kam es bei vielen Kleinkindern und Säuglingen zu solchen Verlassenheitstraumata mit Sofort- und Spätfolgen: Die Kinder erkannten zum Teil ihre Eltern nicht wieder, ließen sich nicht mehr so tief auf Beziehungen ein oder klammerten verstärkt. Im Erwachsenenalter kann es z.B. zu unverhältnismäßig starken emotionalen Reaktionen kommen (Trigger), wenn eine wichtige Bezugsperson weggeht.

Die durch sog. Trigger ausgelösten Verhaltensweisen können sich bis ins hohe Alter zeigen. Ein Trigger ist ein Ereignis, das den Traumatisierten hauptsächlich emotional (meist in Form von Ängsten) an sein Trauma erinnert. Z.B. kann das Geräusch eines Sylvesterknallers bei einem Menschen, der einen Bombenangriff miterlebt hat, panische Angst auslösen. An das eigentliche traumatische Ereignis erinnert er sich jedoch in vielen Fällen nicht, besonders wenn es sich im Kleinkindalter ereignet hat. Maßgeblich für die Folgewirkungen des Traumas ist nicht die äußere Intensität des erlebten Ereignisses, sondern die subjektive Wahrnehmung der eigenen, zwangsläufig verdrängten schweren Kränkung bzw. Verletzung.

Nicht jedes Ereignis, welches hier als Trauma definiert ist, muss eine psychische Störung auslösen. Manchmal gelingt es Personen, die traumatischen Ereignisse auch ohne professionelle Hilfe zu bewältigen. Hierbei ist die Schwere des Traumas und die Unterstützung durch das soziale Umfeld entscheidend. Je schwerer die belastende Situation war, je mehr vergrößert sich die Wahrscheinlichkeit eine Posttraumatische Belastungsstörung zu entwickeln.

Stark kontrollierendes Verhalten, da ein Trauma als ein extremer Kontrollverlust erlebt wird. Gedankliche Vorwegnahme des Schlimmsten, um nicht (wieder) überrascht zu werden, was von der Umwelt als eine nervige Art von Dauer-Pessimismus erlebt wird. Unverhältnismäßig heftige Reaktionen auf äußere oder innere Einflüsse (durch sog. Trigger ausgelöst). Panikattacken, Angsterkranken, Zwangserkrankungen, Selbstverletzendes Verhalten kann ein Merkmal einer durch ein Trauma verursachten psychischen Störung sein, ebenso wiederkehrende Albträume und dissoziative Zustände. Traumatische Erlebnisse werden unter Anderem auch als ein maßgeblicher Faktor für die Borderline-Persönlichkeitsstörung angesehen.

Durch die Langzeitstudie von Emmy Werner ist bekannt, dass eine stabile Bezugsperson die wichtigste und bedeutendste Hilfe für einen traumatisierten Menschen ist. Ebenso ist es von großer Hilfe für Betroffene, dass ihnen erklärt wird, was sie haben, und dass ihre Verhaltensweisen und Empfindungen typisch, also gewisserart "normal" bei einem Trauma sind. Wer einem potenziell traumatisierenden Ereignis ausgesetzt war, sollte sich dringend möglichst professionelle Hilfe organisieren. Zur Ruhe kommen, mit Vertrauten darüber sprechen, sich womöglich an einen darauf spezialisierten Psychotherapeuten oder -therapeutin wenden, welche traumatherapeutisch ausgebildet und in dieser Therapieform erfahren sind.

Unbehandelte Traumata können, müssen aber nicht, zu einschneidenden, sehr belastenden Folge-Erkrankungen führen, die womöglich lebenslang anhalten bzw. die Biographie einer Person tragisch negativ beeinflussen, wie die Langzeitstudie von Emmy Werner gezeigt hat.

Auswirkungen auf das Leben

Die Auswirkungen von Traumata beeinflussen oft in starkem Maß das Leben der Betroffenen. Traumatisierte Menschen wechseln häufig zwischen dem Vermeiden von Erinnerungen an die seelische Verletzung und ihre Folgen (bis hin zu Trance-ähnlichen Zuständen bzw Dissoziationen) auf der einen und dem plötzlichen "Überfallenwerden" durch Erinnerungen (sogenannte Flashbacks) auf der anderen Seite. Diese treten oft in Form einzelner Bilder, Gefühle, Gerüche in das Bewusstsein oder bestimmte auslösende, an das Trauma erinnernde Faktoren ("Trigger") lösen Gefühle und Angstreaktionen aus, oft ohne dass der oder die Betroffene dies auf das Trauma zurückzuführen vermag.

Das kann sogar dazu führen, dass anderen Menschen z. B. medizinisch notwendige Hilfe verweigert wird, weil die Traumabetroffenen dies als Störfall in ihrem geregelten Ablauf empfinden und die Situation schlicht ignorieren, sie als nicht existent betrachten, um sich Normalität zu suggerieren. Das steuert das Unterbewusstsein und ist eine, zum Teil über Jahre hinweg antrainierte, Schutzreaktion, um erneute Traumatisierungen zu vermeiden.

Traumatherapie

Ansätze zur Traumatherapie greifen Elemente verschiedener Schulrichtungen auf und entwickeln zusätzlich eigene Methoden. Eine Traumatherapie stützt sich meistens auf verschiedene Therapieformen. Eine Verhaltenstherapie wird angewendet, um antrainierte Schutzmechanismen, die den Alltag belasten, zu umgehen und aufzulösen. Die Psychodynamische Psychotherapie dient zur Stabilisierung der Persönlichkeit des Patienten. Hier werden Strategien zum Umgang mit traumatischen Erinnerungen erlernt und die Suche nach der (zum Teil durch das Trauma gestörten) Identität unterstützt. Auch körperorientierte Therapieformen werden erfolgreich eingesetzt. Kunsttherapie kann entscheidend dazu beitragen die inneren Bilder besser zum Ausdruck zu bringen und dadurch besser zu verarbeiten. Nicht zuletzt ist auch die Medikamentöse Therapie, zum Beispiel mit Antidepressiva und Beruhigungsmitteln, ein nicht zu unterschätzender Anteil der Traumatherapie. Oftmals sind die Symptome derart stark ausgeprägt, dass ein Gespräch über das Trauma nicht möglich ist, sei es wegen Vermeidungsstrategien oder Flashbacks oder sonstigen Symptomen. Diese können durch Medikamente so weit abgeschwächt werden, dass eine Therapie überhaupt ermöglicht wird.

Beziehungtraumata werden recht erfolgreich durch Ressourcenarbeit behandelt, beispielsweise mittels Imagination wie bei Prof. Luise Reddemann beschrieben. Es geht vor allem um die Vernetzung jener Wirkmechanismen, die den Traumatisierten möglichst rasch die Kontrolle über sich zurückgewinnen lassen. Die Arbeit verläuft recourcen- und prozessorientiert und vermeidet möglichst eine Traumakonfrontation, um nicht eine Retraumatisierung durch den typischen Triggereffekt auszulösen. Der Bearbeitungsprozess des Patienten wird vom Therapeuten in der Funktion einer stabilen Bezugsperson begleitet.

Aus der inzwischen auch neurophysiologisch untermauerten Erkenntnis, dass traumatisierte Menschen eine von anderen psychologischen Störungsbildern deutlich verschiedene Dynamik und Physiologie aufweisen, haben sich auch Methoden entwickelt, die speziell der Trauma-Behandlung dienen. Wichtig ist es bei der Auswahl eines Therapieverfahrens auf sog. Evidenzbasierung zu achten, was bedeutet, dass die Verfahren einer empirisch-wissenschaftlichen Überprüfung unterzogen wurden.

 

 

 

 

 

Liste Psyche / Seele

Affektive Störung
Affektive Störungen oder auch Affektstörungen (engl. affective disorders) handelt es sich um akute, chronische oder episodische Störungen des Affektes
Abh. Persönlichkeit
Psychische Störungen - erhebliche Abweichung vom Erleben oder Verhalten psychisch gesunder Menschen - Abhängige Persönlichkeitsstörung
Adipositas
Psychische Störungen - Adipositas - Fettleibigkeit auch Fresssucht genannt - eine Zivilisationskrankheit! Nur 2 % der Übergewichtigen sind krank (genetischer Fehler)
Ak. Belastungsreaktion
Psychische Störungen - Akute Belastungsreaktion - Folge einer extremen psychischen Belastung, die nicht adäquat bewältigt werden konnte
Alice-im-Wunderland
Psychische Störungen - Alice-im-Wunderland-Syndrom- veränderte Wahrnehmung der eigenen Person und Umwelt
Anaklitische Depression
Psychische Störungen - Anaklitische Depression - anhaltendes Weinen, Schreien, Rückzug, Wimmern, später Kontaktstörungen und Apathie
Anankasmus
Psychische Störungen - Anankasmus - Zwanghafte Persönlichkeitsstörung
Angststörung
Psychische Störungen - Angststörung - Furcht vor einem Objekt oder einer Situation oder unspezifische Ängste im Vordergrund stehen.
Anpassungsstörung
Psychische Störungen - Anpassungsstörung - vorwiegende Störung des Sozialverhaltens und der Gefühle
Antisoziale Persönlichkeitsstörung
Psychische Störungen - Antisoziale Persönlichkeitsstörung - eine Missachtung sozialer Verpflichtungen und herzloses Unbeteiligtsein an Gefühlen anderer
Aphonie
Psychische Störungen - Aphonie - psychogene Aphonie (funktioneller Stimmverlust) ohne organische Grundlage.
ADHS
Psychische Störungen - ADHS Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung - Zivilisationskrankheit? Im Kindesalter beginnende psychische Störung
Belastungsstörung
Psychische Störungen - Belastungsstörung - eine Reaktion auf eine einmalige oder fortgesetzte Belastung - bei chronischen Verlauf - posttraumatisches Stresssyndrom
Bindungsstörung
Psychische Störungen - Bindungsstörung - gestörte soziale Funktionen - Formen:
BIID
Psychische Störungen - BIID / Body Integrity Identity Disorder - abweichende Körper- oder Sinneswahrnehmung oft mit der Folge der Selbstverstümmelung
Borderline
Psychische Störungen - erhebliche Abweichung vom Erleben oder Verhalten psychisch gesunder Menschen - Borderline-Persönlichkeitsstörung
Briquet-Syndrom
Psychische Störungen - Briquet-Syndrom - eine polysymptomatischen Typ der Hysterie - in Deutschland auch funktionelles Syndrom genannt
Burnout
Psychische Störungen - Burnout-Syndrom - Ausgebranntheit - besonders ausgeprägte berufliche und/oder familiäre Erschöpfung
Cardiophobie
Psychische Störungen - Cardiophobie - Phobie / Angststörung - ständige Angst, an einer bedrohlichen Herzerkrankung zu leiden oder einen Herzinfarkt zu bekommen
Co-Abhängigkeit
Psychische Störungen - Co-Abhängigkeit - abgeleitet von „Co-Dependency“
Cyberchondrie
Psychische Störungen - Cyberchondrie - eine moderne Form der Hypochondrie - Internet als Plattform - ständige Angst vor Erkrankung bei gesundem Körper
Delirium
Psychische Störungen - Delirium - akute psychische Störung mit Halluzinationen, Wahnvorstellungen, motorischer Unruhe etc.
Depression
Psychische Störungen - Depression - einen Zustand psychischer Niedergeschlagenheit - depressive Episode oder rezidivierende (wiederkehrende) depressive Störung
Desillusion
Psychische Störungen - Desillusion - Enttäuschung, tiefgreifende negative Erfahrung, die zu Resignation führen kann
Dhat-Syndrom
Psychische Störungen - Dhat-Syndrom -angstbesetzte Vorstellung, mit dem Samen seine Lebensenergie zu verlieren
Diogenes-Syndrom
Psychische Störungen - Diogenes-Syndrom - Vernachlässigung der eigenen Erscheinung, des Wohnbereichs, sozialer Rückzug
Dissozialität
Psychische Störungen - Dissozialität - fehlende Fähigkeit, sich in die bestehende Gesellschaft einzuordnen
Dissoziation
Psychische Störungen - Dissoziation - teilweise oder völlige Abspaltung von psychischen Funktionen wie des Erinnerungsvermögens, eigene Gefühle, Wahrnehmung
Dissoziative Identitätsstörung
Psychische Störungen - Dissoziative Identitätsstörung - Multiple Persönlichkeitsstörung
Dorian-Gray-Syndrom
Psychische Störungen - Dorian-Gray-Syndrom - seelische Unfähigkeit zu altern und zu reifen
Drogenpsychose
Psychische Störungen - Drogenpsychose - eine Psychose, die durch manche Drogen ausgelöst werden kann
Durchgangssyndrom
Psychische Störungen - Durchgangssyndrom - eine zeitlich begrenzte und zugleich reversible organische Psychose
Dyskalkulie
Psychische Störungen - Dyskalkulie - eine Entwicklungsverzögerung des mathe. Denkens bei Kindern, Jugendlichen u. a. Erwachsenen
Dyslexie
Psychische Störungen - Dyslexie - Probleme mit dem Lesen und Verstehen von Wörtern oder Texten
Dysmorphophobie
Psychische Störungen - Dysmorphophobie - eine Störung der Wahrnehmung des eigenen Leibes
Dysthymie
Psychische Störungen - Dysthymie - chronische Form einer depressiven Verstimmung
Ekklesiogene Neurose
Psychische Störungen - Ekklesiogene Neurose - Fehlformen der Frömmigkeit und Religion
Elektiver Mutismus
Psychische Störungen - Elektiver Mutismus - selektiv. Sprechen mit best. Personen oder in definierten Situationen
Emo. Störung / Kind
Psychische Störungen - Emotionale Störungen des Kindesalters - Angst vor, im allgemeinen ungefährliche Objekte
Endogene Psychose
Psychische Störungen - Endogene Psychose - veraltete Sammelbezeichnung für schizophrene und affektive Psychosen
Enuresis
Psychische Störungen - das Einnässen bezeichnet, also das ungewollte Urinieren
Erotomanie
Psychische Störungen - wahnhaft ausgeprägte, unwiderstehliche Liebe zu einer meist unerreichbaren Person
Feeding
Psychische Störungen - Feeding - das Mästen einer Person zum subjektiven Idealgewicht
Folie à deux
Psychische Störungen - Folie à deux - ganze oder teilweise Übernahme einer Wahnsymptomatik
Ganser-Syndrom
Psychische Störungen - Ganser-Syndrom - auch Pseudodemenz, Pseudodebilität oder hysterischer Dämmerzustand
Geisteskrankheit
Psychische Störungen - Geisteskrankheit- Verhaltensbilder und Krankheiten, die in der Gesellschaft nicht akzeptiert sind
Geistige Behinderung
Psychische Störungen - andauernder Zustand deutlich unterdurchschnittlicher kognitiver Fähigkeiten eines Menschen
Generalisierte Angststörung
Psychische Störungen - Generalisierte Angststörung - eine generalisierte und anhaltende Angst
GID
Psychische Störungen - Geschlechtsidentitätsstörung - Menschen mit GID empfinden sich als einem anderen als ihrem körperlichem Geschlecht zugehörig
Globussyndrom
Psychische Störungen - Globussyndrom - Gefühl einen Kloß im Hals zu haben und schlecht atmen zu können
HPPD
Psychische Störungen - Hallucinogen persisting perception disorder - HPPD - Wahrnehmungsstörung nach Halluzinogengebrauch;
Helfersyndrom
Psychische Störungen - Helfersyndrom - Drang, immer und überall helfen zu müssen,
Hellersche Demenz
Psychische Störungen - Hellersche Demenz - Kind verliert innerhalb weniger Monate erworbene Fähigkeiten
HPS
Psychische Störungen - Histrionische Persönlichkeitsstörung - egozentrisches und theatralisches Verhalten
Hospitalismus
Psychische Störungen - Hospitalismus (ursächlich auch Deprivationssyndrom genannt) - Folge von Vernachlässigung
Hypergraphie
Psychische Störungen - Hypergraphie - psychologische Bezeichnung für krankhaften Schreibzwang
Hypersexualität
Psychische Störungen - Hypersexualität - ein gesteigertes sexuelles Verlangen bzw. sexuell motiviertes Handeln
Hypochondrie
Psychische Störungen - Hypochondrie - Angst vor Erkrankung ohne Befunde - eingebildete Krankheiten
Hysterie
Psychische Störungen - Hysterie - vielfältiges körperliches Beschwerdebild ohne organische Grundlage
Ichdystone Sexualorientierung
Psychische Störungen - Ichdystone Sexualorientierung - fremd empfundene Sexualorientierung
Legasthenie
Psychische Störungen - Legasthenie- Lese-Rechtschreib-Schwäche- andauernde Störung des Erwerbs der Schriftsprache -
Logophobie
Psychische Störungen - Logophobie - medizinisch-psychologische Bezeichnung für Sprechangst
Manisches Syndrom
Psychische Störungen - Manisches Syndrom - eine Ausprägung der Manie- affektive Veränderungen
Messie-Syndrom
Psychische Störungen - Messie-Syndrom - Sammeln bzw. Horten von Sachen bis zur Vermüllung
Minderwertigkeitskomplex
Psychische Störungen -Minderwertigkeitskomplex - Gefühl der Unvollkommenheit
Misandrie
Psychische Störungen - Misandrie - extrem feindselige Haltung gegenüber Männern aufgrund ihres Geschlechts
Misogynie
Psychische Störungen - Misogynie - extreme Abneigung gegen Frauen
Münchhausen-Syndrom
Psychische Störungen - Misandrie - extrem feindselige Haltung gegenüber Männern aufgrund ihres Geschlechts
Muskeldysmorphie
Psychische Störungen - Muskeldysmorphie - eine Störung des Selbstbilds
Mysophobie
Psychische Störungen - Mysophobie - Angst vor Kontakt mit Schmutz oder der Ansteckung durch Bakterien, Viren
Narzismus
Psychische Störungen - Narzisstische Persönlichkeitsstörung - mangelndes Selbstbewusstsein contra Größenwahn
Nägelbeißen
Psychische Störungen - Nägelbeißen - neurotische Störung, bei der Fingernägel gewohnheitsmäßig o. bei psych. Belastung abgekaut werden
Nervenzusammenbruch
Psychische Störungen - Nervenzusammenbruch - einen psychischen Ausnahmezustand, meist nach traumatischen Erlebnissen
Neurose
Psychische Störungen - Neurose - eine allgemeine psychische Verhaltensstörung von längerer Dauer
Organneurose
Psychische Störungen - Organneurose - eine Somatisierungsstörung als besondere Form einer psychischen Störung
Panikattacke
Psychische Störungen - Panikattacke - plötzliche und in der Regel nur einige Minuten anhaltende Auftreten einer körperlichen und psychischen Alarmreaktion
Panikstörung
Psychische Störungen - Panikstörung - plötzliche Angstanfälle, ohne objektive reale Gefahr
Paranoide Persönlichkeitsstörung
Psychische Störungen - Paranoide Persönlichkeitsstörung - neutrale oder freundliche Handlungen anderer als feindselig falsch zu interpretieren
Passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung
Psychische Störungen - Passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung -tiefgreifendes Muster negativistischer Einstellungen
Pavor
Psychische Störungen - Pavor - eine Form der Schlafstörung - eine Parasomnie
Persistent sexual arousal syndrome
Psychische Störungen - Persistent sexual arousal syndrome - andauernde genitale Erregungsstörung
Persönlichkeitsstörung
Psychische Störungen - Persönlichkeitsstörung - Abweichendes Erleben und Verhalten
Persönlichkeitsentwicklungsstörung
Psychische Störungen -Persönlichkeitsentwicklungsstörung - Vorform oder Risikokonstellation von einer Persönlichkeitsstörung
Perversion
Psychische Störungen - Perversion - abweichendes, von dem als gewöhnlich geltenden Geschlechtsleben, sexuelles Verhalten
Poriomanie
Psychische Störungen - Poriomanie - eine Impulskontrollstörung (ein zwanghaftes unvermitteltes Weglaufen)
Post-Abortion Syndrome
Psychische Störungen - Post-Abortion Syndrome - psychisch-emotionale Symptome als Folge eines Schwangerschaftsabbruchs
Postpartale Stimmungskrisen
Psychische Störungen - Postpartale Stimmungskrisen - Zustände nach der Geburt
PTBS
Psychische Störungen - Posttraumatische Belastungsstörung - eine verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Ereignis
Prüfungsangst
Psychische Störungen - Prüfungsangst - Angst vor der Bewertung der persönlichen Leistungsfähigkeit
Psychose
Psychische Störungen - Psychose - bezeichnet eine Gruppe schwerer psychischer Störungen, die mit einem zeitweiligen weitgehenden Verlust des Realitätsbezugs einhergehen
Renfield-Syndrom
Psychische Störungen - Renfield-Syndrom - auch klinischer Vampirismus - Drang nach Konsum von Blut
Schattensyndrom
Psychische Störungen - Schattensyndrom -Grenzbereich zwischen Gesundheit und psychischer Erkrankung, leichte autistische Züge, Angststörungen, Zwänge und "seelische Tiefs"
Scheinschwangerschaft
Psychische Störungen - Scheinschwangerschaft - Beispiele für die Auswirkung psychischer Beeinträchtigungen auf den Organismus.
Schizoide Persönlichkeitsstörung
Psychische Störungen - Schizoide Persönlichkeitsstörung - begrenztes Vermögen, Gefühle auszudrücken und Freude zu erleben
Schlafstörung
Psychische Störungen - Schlafstörung - Schlafstörungen sind Abweichungen vom gesunden Schlafverhalten
Skin Picking Disorder
Psychische Störungen - Skin Picking Disorder - Akneform, deren Hauptproblem nicht in der Erkrankung der Haut, sondern dem neurotischen Kratzen und Drücken besteht
Somatoforme Schmerzstörung
Psychische Störungen - Somatoforme Schmerzstörung - mindestens 6 Monate andauernder, intensiver und quälender Schmerz ohne medizinische Ursache
Somatoforme Störung
Psychische Störungen - Somatoforme Störung - körperliche Beschwerden, die sich nicht auf eine organische Erkrankung zurückführen lassen
Stilldemenz
Psychische Störungen - Stilldemenz - Konzentrationsstörungen, die bei Müttern und Vätern von Säuglingen auftreten
Störung der Impulskontrolle
Psychische Störungen - Störung der Impulskontrolle - Verhaltensablauf, bei dem ein Anspannungszustand impulsiv durch Verhalten aufgelöst wird
Stottern
Psychische Störungen - Stottern - Störung des Redeflusses
Teilleistungsschwäche
Psychische Störungen - Teilleistungsschwäche - Leistungsdefizite in begrenzten Teilbereichen wie Rechnen, Lesen, Rechtschreiben, Sprechen oder der Motorik
Trauma
Psychische Störungen - Trauma - eine von außen einwirkende Verletzung der Psyche
Trichotillomanie
Psychische Störungen - Trichotillomanie - augenscheinlichstes Erscheinungsbild besteht darin, dass die eigenen Kopfhaare ausgerissen werden
Volkmann-Syndrom
Psychische Störungen - Volkmann-Syndrom - besondere Form des Minderwertigkeitskomplexes
Wernicke-Korsakow-Syndrom
Psychische Störungen - Wernicke-Korsakow-Syndrom - zwei Krankheitsbilder mit unterschiedlicher Symptomatik, aber gleicher Entstehungsgeschichte
Zwanghafte Persönlichkeitsstörung
Psychische Störungen - Zwanghafte Persönlichkeitsstörung - Persönlichkeitsstörung, die durch Rigidität, Perfektionismus, ständige Kontrollen, Gefühlen von Zweifel sowie große Vorsicht gekennzeichnet ist
Zwangsstörung
Psychische Störungen - Zwangsstörung - Durch eigenen quälenden Zwang aufgedrängte Gedanken - und Verhaltensmuster
Zyklothymie
Psychische Störungen - Zyklothymie - Bipolare affektive Störung, die weit über eine manische Depression hinausgeht

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