Liste Psyche / Seele
Folgende Projekte unterstützen seelenheilen.de
Auszeiten - erlebnispädagogische Reiseprojekte | Sonnensturm 2012 Gefahr für Technik und Mensch | Pflanzen in Deutschland | Allgäu Urlaub Freizeit Restaurant wandern Sport | TVöD Gehaltsrechner online Entgeltstufe ver.di | Warnung Finanzkrise Klima Wetter | Singletreff Partnersuche Seitensprung | Effizienz Leuchtkörper LED Stromverbrauch | Effizienz Stromverbrauch Toprunner Sparen | Diskurs Demokratie Radionik Wissen | Schuppenflechte Allergie Autoimmunerkrankung Forum | Deutschland Vorwahl Postleitzahl KFZ Nummernschild | Neoliberalismus Wirtschaftskrise Turbokapitalismus Konsumverzicht
Prüfungsangst

- Zusammenhang von Angst und Leistung
Die Prüfungsangst ist eine Angst vor der Bewertung der persönlichen Leistungsfähigkeit. Wie jede Angst ist sie zunächst ‚normal‘. Sie ist eine Sonderform der sozialen Bewertungsangst.
Meist entsteht die Prüfungsangst aus negativen Vorerfahrungen in einer Prüfungssituation oder aus Erzählungen und selbst ausgestalteten „Bildern“ solcher Erfahrungen. Sie baut auf einem Selbstbild auf, das wenig Sicherheiten aus anderen Bereichen bezieht und schreibt die (befürchteten) Misserfolge im wesentlichen der eigenen Person zu (Attribution). Die individuell verschiedene „emotionale Erregbarkeit“ spielt bei der Ausprägung der Prüfungsangst eine große Rolle.
Zusammenhang von Angst und Leistung
Zusammenhang von Angst und Leistung
Ein gewisses Maß an Angst kann in der Prüfung durchaus leistungssteigernd wirken, insbesondere wenn die abgefragten Leistungen hoch automatisiert sind. Je komplexer die abgefragten Leistungen, um so störanfälliger durch Angst werden sie. Zu unterscheiden davon ist die Wirkung auf die Prüfungsvorbereitung, die zwar durch Prüfungsangst oft gesteigert wird, aber häufig in falsche Richtungen gelenkt wird (Detaillismus statt Strukturierung, keine Entspannung zwischendurch). Dadurch kann die Angst vor und in der Prüfung noch energetisiert werden.
Behandlungsbedürftig wird eine Prüfungsangst, wenn sie erheblichen Einfluss auf die Lebensgestaltung der Person nimmt. Insbesondere wenn der Betroffene bereits im Teufelskreis der ‚Angst vor der Angst‘ gefangen ist, drohen panikartige Reaktionen mit Flucht- und Vermeidungstendenzen. Oft wird auch ein Kontrollverlust oder ein Blackout erlebt oder fantasiert. Ein totaler Blackout wird durch einen Gedanken bedingt, der nicht zur Lösung der Prüfungsaufgabe beiträgt und Versagensangst hervorruft. So wie ein Felsenkletterer nicht nach unten blicken und sich vor einem Absturz ängstigen darf, sondern sein Ziel im Auge haben und sich auf den Weg, dieses zu erreichen, konzentrieren muss, so sollte ein Prüfungskandidat sich genau auf die Aufgabe konzentrieren und nicht etwa daran denken, was Prüfer oder andere Personen darüber denken könnten. Im Englischen trifft der Begriff „worry“ diesen zweiten, schädlichen Gedanken am besten. Der unpassende Gedanke ruft eine Versagensangst hervor, die den Verstand blockiert und so das Lösen der Aufgabe verhindert, körperliche Angstsymptome verstärken noch den Blackout. Dadurch kommt es nicht selten zu Schulversagen oder Studienabbruch. Der hierdurch verursachte Schaden ist auch von erheblicher volkswirtschaftlicher Bedeutung.
Behandelt werden kann die Prüfungsangst durch das Erlernen von Entspannungstechniken, und die Veränderung selbstabwertender Selbstanweisungen und Vorstellungen in realistische und ermutigende Selbstanweisungen (Selbstinstruktionstrainings). Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Bearbeitung der Ursachenzuschreibung (Attribution) für Erfolg und Misserfolg und ihrer persönlichen Bedeutung (zum Beispiel im Prüfungscoaching). Studienberatung, Schulpsychologie und Berufsberatung dienen der Einschätzung der Begabung des Menschen mit Prüfungsangst. Unabhängig davon können gute Lern- und Arbeitstechniken in der Prüfungsvorbereitung für eine Entspannung sorgen.