Depression

Depressiv (lat. deprimere "niederdrücken") bezeichnet umgangssprachlich einen Zustand psychischer Niedergeschlagenheit. In der Psychiatrie wird die Depression den affektiven Störungen zugeordnet. Im gegenwärtig verwendeten Klassifikationssystem psychischer und anderer Erkrankungen (ICD 10) lautet die Krankheitsbezeichnung depressive Episode oder rezidivierende (wiederkehrende) depressive Störung. Die Diagnose wird allein nach Symptomen und Verlauf gestellt. Zur Behandlung depressiver Störungen werden unterschiedliche Verfahren der Psychotherapie, wie beispielsweise tiefenpsychologische oder verhaltenstherapeutische Verfahren eingesetzt. Zusätzlich oder als alleinige Therapie erfolgt die Gabe von Antidepressiva.

Symptome

Die Krankheit Depression (depressive Episode nach ICD-10) ist charakterisiert durch die Symptomverbindung von

* Stimmungseinengung (Verlust der Fähigkeit zu Freude oder Trauer; Verlust der affektiven Resonanz, d. h. der Patient ist durch Zuspruch nicht aufhellbar),

* Antriebshemmung, zu der auch eine Denkhemmung gehört,

* innere Unruhe,

* Schlafstörungen. Diese Schlafstörungen sind Ausdruck eines gestörten 24-Stundenrhythmus. Häufig geht es dem Kranken in den frühen Morgenstunden so schlecht, dass er nicht mehr weiter schlafen kann. Liegt diese Form des gestörten chronobiologischen Rhythmus vor, fühlt sich der Patient am späten Nachmittag und Abend jeweils besser, bis dann einige Stunden nach Mitternacht die depressive Symptomatik in voller Stärke wieder einsetzt.

Weniger beweisend und aus den Kernsymptomen (Grundsymptomen) ableitbar sind übertriebene Sorge um die Zukunft, unter Umständen überbetonte Beunruhigung durch Bagatellstörungen im Bereich des eigenen Körpers (siehe Hypochondrie), das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Minderwertigkeit, Hilflosigkeit, sowie soziale Selbstisolation, Selbstentwertung und übersteigerte Schuldgefühle, dazu Müdigkeit, verringerte Konzentrations- und Entscheidungsfähigkeit, das Denken ist verlangsamt (Denkhemmung), sinnloses Gedankenkreisen (Grübelzwang), dazu Störungen des Zeitempfindens. Häufig bestehen Reizbarkeit und Ängstlichkeit. Negative Gedanken und Eindrücke werden über- und positive Aspekte nicht adäquat bewertet. Das Gefühlsleben ist eingeengt, was zum Verlust des Interesses an der Umwelt führen kann. Auch kann sich das sexuelle Interesse vermindern oder erlöschen (Libidoverlust). Bei einer schweren depressiven Episode kann der Erkrankte in seinem Antrieb so gehemmt sein, dass er nicht mehr einfachste Tätigkeiten, wie Körperpflege, Einkaufen oder Abwaschen verrichten kann. Der Schlaf ist nicht erquickend, das morgendliche Aufstehen bereitet Probleme (Morgentief; Tagesschwankungen). Bei einer seltenen Krankheitsvariante verhält es sich umgekehrt: Es tritt ein sogenanntes „Abendtief“ auf, d. h. die Symptome verstärken sich gegen Abend und das Einschlafen ist erschwert oder erst gegen Morgen möglich.

Depressive Erkrankungen gehen mit körperlichen Symptomen einher, sogenannten Vitalstörungen, wie Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme („Kummerspeck“), häufig auch mit Schmerzen in ganz unterschiedlichen Körperregionen, am typischsten mit einem quälenden Druckgefühl auf der Brust.

Während einer depressiven Episode ist die Infektionsanfälligkeit erhöht.

Je nach Schwere einer Depression kann sie mit latenter oder akuter Suizidalität einhergehen. Es wird vermutet, dass der größte Teil der jährlich zirka 12.000 Suizide in Deutschland auf Depressionen zurückzuführen ist.

Geschlechtsspezifische Unterschiede

Die Symptomatik einer Depression kann sich bei Frauen und Männern auf unterschiedliche Weise ausprägen. Bei den Kernsymptomen sind die Unterschiede gering. Während bei Frauen eher Phänomene wie Mutlosigkeit und Grübeln verstärkt zu beobachten sind, gibt es bei Männern jedoch deutliche Hinweise darauf, dass sich eine Depression auch in einer Tendenz zu aggressivem Verhalten niederschlagen kann.[1] In einer Untersuchung bei stationär behandelten Patienten fanden sich bei Männern neben einer vermehrten Klage über Schlaflosigkeit auch deutlich mehr Anzeichen von Reizbarkeit, Verstimmung, schnellem Aufbrausen, Wutanfällen, Unzufriedenheit mit sich und anderen, Neigung zu Vorwürfen und nachtragendem Verhalten, erhöhter Risikobereitschaft, exzessivem Sporttreiben, sozial unangepasstem Verhalten, ausgedehntem Alkohol- und Nikotinkonsum, sowie eines erhöhten Selbstmordrisikos.

Kinder und Jugendliche

Im Entwicklungsverlauf zeigt sich eine Depression in unterschiedlichen Symptomen und Ausprägungen, die grob in verschiedene Phasen zu unterscheiden sind. Ein Kleinkind im Alter von ein bis drei Jahren hat noch nicht die Fähigkeit, sich differenziert zu seinem Befinden zu äußern. Eine Depression erkennt man bei ihm an einem ausdruckslosen Gesicht, erhöhter Irritabilität, und einem gestörten Essverhalten. Das Kind wirkt insgesamt traurig und entwickelt ein selbststimulierendes Verhalten. Dabei besonders auffällig sind beispielsweise Jactatio capitis oder exzessives Daumenlutschen; auch kann genitale Selbstmanipulation früh einsetzen. Das Spielverhalten zeichnet sich durch mangelnde Kreativität oder verminderte Ausdauer aus. Auch kann das Kleinkind eine generelle Spielunlust oder eine generell mangelnde Phantasie entwickeln.

Vorschulkinder zeigen ein trauriges Gesicht und eine verminderte Mimik und Gestik. Sie sind leicht irritierbar und stimmungslabil. Sie können sich nicht freuen, und zeigen introvertiertes oder aggressives Verhalten. Sie sind weniger an motorischer Aktivität interessiert und können stark an Gewicht ab- oder zunehmen. Auch können sie eine Schlafstörung entwickeln. Sie können dann nicht ein- oder durchschlafen oder haben Albträume.

Schulkinder können meist schon verbal über ihre Traurigkeit berichten. Zusätzlich können sie Suizidgedanken und Schulleistungsstörungen entwickeln. Auch können sie Befürchtungen entwickeln, von ihren Eltern nicht genügend beachtet zu werden.

Jugendliche in der Pubertät zeigen häufig ein vermindertes Selbstvertrauen, sind apathisch, haben Ängste und Konzentrationsmängel. Auch Jugendliche können Leistungsstörungen entwickeln und zirkadiane Schwankungen des Befindens zeigen. Auch psychosomatische Störungen können hier Anzeichen für eine Depression sein. Jugendliche zeigen hierbei schon die Kriterien der depressiven Episode, wie sie bei Erwachsenen zu erkennen sind.

Diagnose

Da die Depression eine sehr häufige Erkrankung ist, sollte sie bereits vom Hausarzt erkannt werden, was aber nur in etwa der Hälfte aller Fälle gelingt. Manchmal wird die Diagnose erst von einem Psychiater oder psychologischen Psychotherapeuten gestellt. Wegen der besonderen Schwierigkeiten der Diagnostik und Behandlung von Depressionen im Kindesalter, sollten Kinder und Jugendliche mit einem Verdacht auf eine Depression grundsätzlich einem Kinder- und Jugendlichenpsychiater oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten vorgestellt werden.

Verbreitete Diagnosewerkzeuge sind die Hamilton-Depressionsskala (HAMD), das Beck-Depressionsinventar (BDI) und das Inventar depressiver Symptome (IDS).

Mitunter wird eine Depression von einer anderen Erkrankung überdeckt und nicht erkannt. Eine Depression kann sich auch vorwiegend durch körperliche Symptome – oft Schmerzen – äußern und wird dann als „larvierte Depression“ bezeichnet (die Depression versteckt sich hinter den körperlichen Symptomen wie hinter einer Larve).

In der ICD-10 fallen Depressionen unter den Schlüssel F32.- und werden als "depressive Episode" bezeichnet. Im Falle sich wiederholender Depressionen werden diese unter F33.- klassifiziert, bei Wechsel zwischen manischen und depressiven Phasen unter F31.-. Die ICD-10 benennt drei typische Symptome der Depression: depressive Stimmung, Verlust von Interesse und Freude sowie eine erhöhte Ermüdbarkeit. Für die Diagnose leichter und mittlerer Episoden schreibt die ICD-10 wenigstens zwei dieser typischen Symptome (in Verbindung mit zwei bzw. mindestens drei weniger typischen Symptomen) vor, für schwere Episoden müssen alle drei typischen Symptome vorhanden sein (zusätzlich wenigstens vier weniger typische Symptome).

Für Kinder und Jugendliche gelten die gleichen Diagnoseschlüssel wie für Erwachsene. Allerdings kann bei Kindern eine ausgesprochene Verleugnungstendenz vorliegen, und sie können große Schamgefühle haben. In einem solchen Fall kann Verhaltensbeobachtung und die Befragung der Eltern hilfreich sein. Hierbei wird häufig auch die familiäre Belastung in Hinblick auf depressive Störungen sowie anderen Störungen exploriert. Im Zusammenhang mit Depression wird oft eine Anamnese des Familiensystems nach Beziehungs- und Bindungsstörungen sowie frühkindlichen Deprivationen oder auch seelischen, körperlichen und sexuellen Misshandlungen erstellt.

Zu den weiteren diagnostischen Schritten kann auch eine Befragung der Schule oder des Kindergartens hinsichtlich der Befindlichkeit des Kindes oder Jugendlichen zählen. Häufig wird auch eine orientierende Intelligenzdiagnostik durchgeführt, welche eine eventuelle Über- oder Unterforderung aufdecken soll. Spezifische Testverfahren für Depression im Kindes- und Jugendalter sind das Depressions-Inventar für Kinder und Jugendliche (DIKJ) von J. Stiensmeier-Pelster, M. Schürmann und K. Duda und der Depressions-Test für Kinder (DTK) von P. Rossmann.

Verbreitung

Die Depression ist die am häufigsten auftretende psychische Erkrankung. Das Bundesgesundheitsministerium schätzt, dass vier Millionen Deutsche von einer Depression betroffen sind und dass gut zehn Millionen Menschen bis zum 65. Lebensjahr eine Depression erlitten haben. Aber die Zahlen schwanken. Das hängt zum einen mit der hohen Dunkelziffer zusammen (viele Depressionen werden nicht als solche erkannt) und zum anderen mit der Definition der Krankheit. Der britische NHS erklärt in einer groß angelegten Informationskampagne hingegen, dass fast jeder Mensch in seinem Leben mindestens einmal an Depression leide. Diese Kampagne richtet sich insbesondere an Männer, die sich ihrer Krankheit meist schämen, diese verheimlichen und so nicht die nötige Hilfe erhalten.

Bei Frauen werden Depressionen im Durchschnitt doppelt so oft wie bei Männern diagnostiziert. Dies kann auf eine verstärkte genetische Disposition von Frauen zur Depression hinweisen, aber auch mit den unterschiedlichen sozialen Rollen und Zuschreibungen zusammenhängen, da deutlich mehr Männer an meist depressionsbedingten Suiziden sterben als Frauen. Bei Männern können sich Depressionen auch anders ausdrücken als bei Frauen. Da sich Männer aber tendenziell seltener in ärztliche Behandlung begeben und dabei weniger über sich erzählen, kommt dies oft nicht zur Kenntnis.

Eine reine Depression im Kindesalter ist selten. Bei Vorschulkindern beträgt sie weniger als 1 % und steigt bei Schulkindern auf 2–3 %. Bei Jugendlichen wird eine Häufigkeit von 7–13 % angegeben. Das Geschlechterverhältnis ändert sich in der Adoleszenz von einem Übergewicht bei Jungen vor der Pubertät zur Dominanz bei Mädchen ab dem zwölften Lebensjahr. Bei diesen Zahlen muss allerdings berücksichtigt werden, dass eine Diagnose vor allem im Vorschulalter sehr schwierig ist. Es treten häufige Komorbiditäten auf.

Entwicklung

In den vergangenen Jahren wurde in den entwickelten Ländern ein Anstieg diagnostizierter Erkrankungen beobachtet. Die Ursachen dafür sind noch unklar.

In westlichen Gesellschaften haben sich andere Indikatoren, die auf psychische Probleme hinweisen (Suizide, Alkoholismus) positiv entwickelt. Aktuelle Studien kommen dementsprechend zu dem Ergebnis, dass die tatsächliche Häufigkeit depressiver Erkrankungen in westlichen Ländern in den letzten Jahrzehnten nicht zugenommen hat. Nach diesem Ergebnis wäre die häufigere Diagnose vor allem auf ein gestiegenes Problembewusstsein und eine höhere Akzeptanz der Erkrankung zurückzuführen.

Allerdings wird auch in Fachkreisen die These vertreten, dass die Zahl der Erkrankungen tatsächlich zunimmt. Ursprung dieser These war vor allem eine Studie von Klerman und Weissman aus dem Jahr 1989, die das "Zeitalter der Depression" ausrief.

 

 

 

 

Liste Psyche / Seele

Affektive Störung
Affektive Störungen oder auch Affektstörungen (engl. affective disorders) handelt es sich um akute, chronische oder episodische Störungen des Affektes
Abh. Persönlichkeit
Psychische Störungen - erhebliche Abweichung vom Erleben oder Verhalten psychisch gesunder Menschen - Abhängige Persönlichkeitsstörung
Adipositas
Psychische Störungen - Adipositas - Fettleibigkeit auch Fresssucht genannt - eine Zivilisationskrankheit! Nur 2 % der Übergewichtigen sind krank (genetischer Fehler)
Ak. Belastungsreaktion
Psychische Störungen - Akute Belastungsreaktion - Folge einer extremen psychischen Belastung, die nicht adäquat bewältigt werden konnte
Alice-im-Wunderland
Psychische Störungen - Alice-im-Wunderland-Syndrom- veränderte Wahrnehmung der eigenen Person und Umwelt
Anaklitische Depression
Psychische Störungen - Anaklitische Depression - anhaltendes Weinen, Schreien, Rückzug, Wimmern, später Kontaktstörungen und Apathie
Anankasmus
Psychische Störungen - Anankasmus - Zwanghafte Persönlichkeitsstörung
Angststörung
Psychische Störungen - Angststörung - Furcht vor einem Objekt oder einer Situation oder unspezifische Ängste im Vordergrund stehen.
Anpassungsstörung
Psychische Störungen - Anpassungsstörung - vorwiegende Störung des Sozialverhaltens und der Gefühle
Antisoziale Persönlichkeitsstörung
Psychische Störungen - Antisoziale Persönlichkeitsstörung - eine Missachtung sozialer Verpflichtungen und herzloses Unbeteiligtsein an Gefühlen anderer
Aphonie
Psychische Störungen - Aphonie - psychogene Aphonie (funktioneller Stimmverlust) ohne organische Grundlage.
ADHS
Psychische Störungen - ADHS Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung - Zivilisationskrankheit? Im Kindesalter beginnende psychische Störung
Belastungsstörung
Psychische Störungen - Belastungsstörung - eine Reaktion auf eine einmalige oder fortgesetzte Belastung - bei chronischen Verlauf - posttraumatisches Stresssyndrom
Bindungsstörung
Psychische Störungen - Bindungsstörung - gestörte soziale Funktionen - Formen:
BIID
Psychische Störungen - BIID / Body Integrity Identity Disorder - abweichende Körper- oder Sinneswahrnehmung oft mit der Folge der Selbstverstümmelung
Borderline
Psychische Störungen - erhebliche Abweichung vom Erleben oder Verhalten psychisch gesunder Menschen - Borderline-Persönlichkeitsstörung
Briquet-Syndrom
Psychische Störungen - Briquet-Syndrom - eine polysymptomatischen Typ der Hysterie - in Deutschland auch funktionelles Syndrom genannt
Burnout
Psychische Störungen - Burnout-Syndrom - Ausgebranntheit - besonders ausgeprägte berufliche und/oder familiäre Erschöpfung
Cardiophobie
Psychische Störungen - Cardiophobie - Phobie / Angststörung - ständige Angst, an einer bedrohlichen Herzerkrankung zu leiden oder einen Herzinfarkt zu bekommen
Co-Abhängigkeit
Psychische Störungen - Co-Abhängigkeit - abgeleitet von „Co-Dependency“
Cyberchondrie
Psychische Störungen - Cyberchondrie - eine moderne Form der Hypochondrie - Internet als Plattform - ständige Angst vor Erkrankung bei gesundem Körper
Delirium
Psychische Störungen - Delirium - akute psychische Störung mit Halluzinationen, Wahnvorstellungen, motorischer Unruhe etc.
Depression
Psychische Störungen - Depression - einen Zustand psychischer Niedergeschlagenheit - depressive Episode oder rezidivierende (wiederkehrende) depressive Störung
Desillusion
Psychische Störungen - Desillusion - Enttäuschung, tiefgreifende negative Erfahrung, die zu Resignation führen kann
Dhat-Syndrom
Psychische Störungen - Dhat-Syndrom -angstbesetzte Vorstellung, mit dem Samen seine Lebensenergie zu verlieren
Diogenes-Syndrom
Psychische Störungen - Diogenes-Syndrom - Vernachlässigung der eigenen Erscheinung, des Wohnbereichs, sozialer Rückzug
Dissozialität
Psychische Störungen - Dissozialität - fehlende Fähigkeit, sich in die bestehende Gesellschaft einzuordnen
Dissoziation
Psychische Störungen - Dissoziation - teilweise oder völlige Abspaltung von psychischen Funktionen wie des Erinnerungsvermögens, eigene Gefühle, Wahrnehmung
Dissoziative Identitätsstörung
Psychische Störungen - Dissoziative Identitätsstörung - Multiple Persönlichkeitsstörung
Dorian-Gray-Syndrom
Psychische Störungen - Dorian-Gray-Syndrom - seelische Unfähigkeit zu altern und zu reifen
Drogenpsychose
Psychische Störungen - Drogenpsychose - eine Psychose, die durch manche Drogen ausgelöst werden kann
Durchgangssyndrom
Psychische Störungen - Durchgangssyndrom - eine zeitlich begrenzte und zugleich reversible organische Psychose
Dyskalkulie
Psychische Störungen - Dyskalkulie - eine Entwicklungsverzögerung des mathe. Denkens bei Kindern, Jugendlichen u. a. Erwachsenen
Dyslexie
Psychische Störungen - Dyslexie - Probleme mit dem Lesen und Verstehen von Wörtern oder Texten
Dysmorphophobie
Psychische Störungen - Dysmorphophobie - eine Störung der Wahrnehmung des eigenen Leibes
Dysthymie
Psychische Störungen - Dysthymie - chronische Form einer depressiven Verstimmung
Ekklesiogene Neurose
Psychische Störungen - Ekklesiogene Neurose - Fehlformen der Frömmigkeit und Religion
Elektiver Mutismus
Psychische Störungen - Elektiver Mutismus - selektiv. Sprechen mit best. Personen oder in definierten Situationen
Emo. Störung / Kind
Psychische Störungen - Emotionale Störungen des Kindesalters - Angst vor, im allgemeinen ungefährliche Objekte
Endogene Psychose
Psychische Störungen - Endogene Psychose - veraltete Sammelbezeichnung für schizophrene und affektive Psychosen
Enuresis
Psychische Störungen - das Einnässen bezeichnet, also das ungewollte Urinieren
Erotomanie
Psychische Störungen - wahnhaft ausgeprägte, unwiderstehliche Liebe zu einer meist unerreichbaren Person
Feeding
Psychische Störungen - Feeding - das Mästen einer Person zum subjektiven Idealgewicht
Folie à deux
Psychische Störungen - Folie à deux - ganze oder teilweise Übernahme einer Wahnsymptomatik
Ganser-Syndrom
Psychische Störungen - Ganser-Syndrom - auch Pseudodemenz, Pseudodebilität oder hysterischer Dämmerzustand
Geisteskrankheit
Psychische Störungen - Geisteskrankheit- Verhaltensbilder und Krankheiten, die in der Gesellschaft nicht akzeptiert sind
Geistige Behinderung
Psychische Störungen - andauernder Zustand deutlich unterdurchschnittlicher kognitiver Fähigkeiten eines Menschen
Generalisierte Angststörung
Psychische Störungen - Generalisierte Angststörung - eine generalisierte und anhaltende Angst
GID
Psychische Störungen - Geschlechtsidentitätsstörung - Menschen mit GID empfinden sich als einem anderen als ihrem körperlichem Geschlecht zugehörig
Globussyndrom
Psychische Störungen - Globussyndrom - Gefühl einen Kloß im Hals zu haben und schlecht atmen zu können
HPPD
Psychische Störungen - Hallucinogen persisting perception disorder - HPPD - Wahrnehmungsstörung nach Halluzinogengebrauch;
Helfersyndrom
Psychische Störungen - Helfersyndrom - Drang, immer und überall helfen zu müssen,
Hellersche Demenz
Psychische Störungen - Hellersche Demenz - Kind verliert innerhalb weniger Monate erworbene Fähigkeiten
HPS
Psychische Störungen - Histrionische Persönlichkeitsstörung - egozentrisches und theatralisches Verhalten
Hospitalismus
Psychische Störungen - Hospitalismus (ursächlich auch Deprivationssyndrom genannt) - Folge von Vernachlässigung
Hypergraphie
Psychische Störungen - Hypergraphie - psychologische Bezeichnung für krankhaften Schreibzwang
Hypersexualität
Psychische Störungen - Hypersexualität - ein gesteigertes sexuelles Verlangen bzw. sexuell motiviertes Handeln
Hypochondrie
Psychische Störungen - Hypochondrie - Angst vor Erkrankung ohne Befunde - eingebildete Krankheiten
Hysterie
Psychische Störungen - Hysterie - vielfältiges körperliches Beschwerdebild ohne organische Grundlage
Ichdystone Sexualorientierung
Psychische Störungen - Ichdystone Sexualorientierung - fremd empfundene Sexualorientierung
Legasthenie
Psychische Störungen - Legasthenie- Lese-Rechtschreib-Schwäche- andauernde Störung des Erwerbs der Schriftsprache -
Logophobie
Psychische Störungen - Logophobie - medizinisch-psychologische Bezeichnung für Sprechangst
Manisches Syndrom
Psychische Störungen - Manisches Syndrom - eine Ausprägung der Manie- affektive Veränderungen
Messie-Syndrom
Psychische Störungen - Messie-Syndrom - Sammeln bzw. Horten von Sachen bis zur Vermüllung
Minderwertigkeitskomplex
Psychische Störungen -Minderwertigkeitskomplex - Gefühl der Unvollkommenheit
Misandrie
Psychische Störungen - Misandrie - extrem feindselige Haltung gegenüber Männern aufgrund ihres Geschlechts
Misogynie
Psychische Störungen - Misogynie - extreme Abneigung gegen Frauen
Münchhausen-Syndrom
Psychische Störungen - Misandrie - extrem feindselige Haltung gegenüber Männern aufgrund ihres Geschlechts
Muskeldysmorphie
Psychische Störungen - Muskeldysmorphie - eine Störung des Selbstbilds
Mysophobie
Psychische Störungen - Mysophobie - Angst vor Kontakt mit Schmutz oder der Ansteckung durch Bakterien, Viren
Narzismus
Psychische Störungen - Narzisstische Persönlichkeitsstörung - mangelndes Selbstbewusstsein contra Größenwahn
Nägelbeißen
Psychische Störungen - Nägelbeißen - neurotische Störung, bei der Fingernägel gewohnheitsmäßig o. bei psych. Belastung abgekaut werden
Nervenzusammenbruch
Psychische Störungen - Nervenzusammenbruch - einen psychischen Ausnahmezustand, meist nach traumatischen Erlebnissen
Neurose
Psychische Störungen - Neurose - eine allgemeine psychische Verhaltensstörung von längerer Dauer
Organneurose
Psychische Störungen - Organneurose - eine Somatisierungsstörung als besondere Form einer psychischen Störung
Panikattacke
Psychische Störungen - Panikattacke - plötzliche und in der Regel nur einige Minuten anhaltende Auftreten einer körperlichen und psychischen Alarmreaktion
Panikstörung
Psychische Störungen - Panikstörung - plötzliche Angstanfälle, ohne objektive reale Gefahr
Paranoide Persönlichkeitsstörung
Psychische Störungen - Paranoide Persönlichkeitsstörung - neutrale oder freundliche Handlungen anderer als feindselig falsch zu interpretieren
Passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung
Psychische Störungen - Passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung -tiefgreifendes Muster negativistischer Einstellungen
Pavor
Psychische Störungen - Pavor - eine Form der Schlafstörung - eine Parasomnie
Persistent sexual arousal syndrome
Psychische Störungen - Persistent sexual arousal syndrome - andauernde genitale Erregungsstörung
Persönlichkeitsstörung
Psychische Störungen - Persönlichkeitsstörung - Abweichendes Erleben und Verhalten
Persönlichkeitsentwicklungsstörung
Psychische Störungen -Persönlichkeitsentwicklungsstörung - Vorform oder Risikokonstellation von einer Persönlichkeitsstörung
Perversion
Psychische Störungen - Perversion - abweichendes, von dem als gewöhnlich geltenden Geschlechtsleben, sexuelles Verhalten
Poriomanie
Psychische Störungen - Poriomanie - eine Impulskontrollstörung (ein zwanghaftes unvermitteltes Weglaufen)
Post-Abortion Syndrome
Psychische Störungen - Post-Abortion Syndrome - psychisch-emotionale Symptome als Folge eines Schwangerschaftsabbruchs
Postpartale Stimmungskrisen
Psychische Störungen - Postpartale Stimmungskrisen - Zustände nach der Geburt
PTBS
Psychische Störungen - Posttraumatische Belastungsstörung - eine verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Ereignis
Prüfungsangst
Psychische Störungen - Prüfungsangst - Angst vor der Bewertung der persönlichen Leistungsfähigkeit
Psychose
Psychische Störungen - Psychose - bezeichnet eine Gruppe schwerer psychischer Störungen, die mit einem zeitweiligen weitgehenden Verlust des Realitätsbezugs einhergehen
Renfield-Syndrom
Psychische Störungen - Renfield-Syndrom - auch klinischer Vampirismus - Drang nach Konsum von Blut
Schattensyndrom
Psychische Störungen - Schattensyndrom -Grenzbereich zwischen Gesundheit und psychischer Erkrankung, leichte autistische Züge, Angststörungen, Zwänge und "seelische Tiefs"
Scheinschwangerschaft
Psychische Störungen - Scheinschwangerschaft - Beispiele für die Auswirkung psychischer Beeinträchtigungen auf den Organismus.
Schizoide Persönlichkeitsstörung
Psychische Störungen - Schizoide Persönlichkeitsstörung - begrenztes Vermögen, Gefühle auszudrücken und Freude zu erleben
Schlafstörung
Psychische Störungen - Schlafstörung - Schlafstörungen sind Abweichungen vom gesunden Schlafverhalten
Skin Picking Disorder
Psychische Störungen - Skin Picking Disorder - Akneform, deren Hauptproblem nicht in der Erkrankung der Haut, sondern dem neurotischen Kratzen und Drücken besteht
Somatoforme Schmerzstörung
Psychische Störungen - Somatoforme Schmerzstörung - mindestens 6 Monate andauernder, intensiver und quälender Schmerz ohne medizinische Ursache
Somatoforme Störung
Psychische Störungen - Somatoforme Störung - körperliche Beschwerden, die sich nicht auf eine organische Erkrankung zurückführen lassen
Stilldemenz
Psychische Störungen - Stilldemenz - Konzentrationsstörungen, die bei Müttern und Vätern von Säuglingen auftreten
Störung der Impulskontrolle
Psychische Störungen - Störung der Impulskontrolle - Verhaltensablauf, bei dem ein Anspannungszustand impulsiv durch Verhalten aufgelöst wird
Stottern
Psychische Störungen - Stottern - Störung des Redeflusses
Teilleistungsschwäche
Psychische Störungen - Teilleistungsschwäche - Leistungsdefizite in begrenzten Teilbereichen wie Rechnen, Lesen, Rechtschreiben, Sprechen oder der Motorik
Trauma
Psychische Störungen - Trauma - eine von außen einwirkende Verletzung der Psyche
Trichotillomanie
Psychische Störungen - Trichotillomanie - augenscheinlichstes Erscheinungsbild besteht darin, dass die eigenen Kopfhaare ausgerissen werden
Volkmann-Syndrom
Psychische Störungen - Volkmann-Syndrom - besondere Form des Minderwertigkeitskomplexes
Wernicke-Korsakow-Syndrom
Psychische Störungen - Wernicke-Korsakow-Syndrom - zwei Krankheitsbilder mit unterschiedlicher Symptomatik, aber gleicher Entstehungsgeschichte
Zwanghafte Persönlichkeitsstörung
Psychische Störungen - Zwanghafte Persönlichkeitsstörung - Persönlichkeitsstörung, die durch Rigidität, Perfektionismus, ständige Kontrollen, Gefühlen von Zweifel sowie große Vorsicht gekennzeichnet ist
Zwangsstörung
Psychische Störungen - Zwangsstörung - Durch eigenen quälenden Zwang aufgedrängte Gedanken - und Verhaltensmuster
Zyklothymie
Psychische Störungen - Zyklothymie - Bipolare affektive Störung, die weit über eine manische Depression hinausgeht

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