Selfish Brain-Theorie
Die Selfish Brain-Theorie ist eine Theorie über die Eigenschaft des menschlichen Gehirns, bei der Regelung der Energieversorgung des Organismus vorrangig den eigenen, vergleichsweise hohen Bedarf zu decken. Das Gehirn verhält sich insofern ‚selbstsüchtig‘, engl. ‚selfish‘. Die „Selfish-Brain“-Theorie liefert u. a. einen neuartigen Erklärungsansatz für die Entstehung von Adipositas (schwere und krankhafte Form von Übergewicht). Die Grundlagen der Theorie erarbeitete der Lübecker Adipositas-Spezialist und Diabetologe Achim Peters in den Jahren 1998 bis 2004. Die von Peters geleitete und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte interdisziplinäre Wissenschaftlergruppe „Selfish Brain: Gehirnglukose und metabolisches Syndrom“ an der Universität zu Lübeck konnte die Grundsätze der Theorie inzwischen experimentell untermauern. Internationale Fachleute sehen die Forschungsergebnisse als wegweisend an für die Erforschung der Ursachen krankhafter Essstörungen und die Entwicklung innovativer Therapiemöglichkeiten.
Quellenangaben
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